ÖGB fordert "aktive Beschäftigungspolitik"

4. Februar 2002, 14:40
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Jugendbeschäftigungsgipfel gegen Jugendarbeitslosigkeit - Tumpel: Freigabe der AMS-Rücklagen

Wien - Einen Jugendbeschäftigungsgipfel, eine Bildungsmilliarde zur Qualifizierung älterer Arbeitnehmer und die Freigabe der Arbeitsmarktreserve in Höhe von 109 Mill. Euro (1,5 Mrd. S) sind einige der Forderungen, die der Generalsekretär der ÖGB, Richard Leutner am Montag stellte. Anlässlich der Präsentation der Arbeitsmarktdaten für Jänner 2002, betonte Leutner in einer Aussendung, dass die 300.000er Marke an Arbeitslosen fast erreicht und die Bundesregierung in Sachen Beschäftigungspolitik säumig sei.

Besonders räche sich das "Nichtstun" der Regierung im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit von 20,8 Prozent bei den unter 25-jährigen könne von der Regierung nicht länger zur Seite geschoben werden. Eine besonders schlimme Entwicklung sei auch im Baugewerbe zu verzeichnen. Außerdem forderte Leutner die Senkung der Lohnnebenkosten, so dass es auch zu einer spürbaren Entlastung für die Arbeitnehmer kommen müsse.

"Der neuerliche dramatische Anstieg der Arbeitslosigkeit ist ein deutlicher Beweis dafür, dass die Bundesregierung von einem erfolgreichen Regieren weit entfernt ist. Es ist dringender Handlungsbedarf für eine aktive Arbeitsmarktpolitik gegeben - Beschäftigung und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit müssen im Mittelpunkt der Politik stehen", kommentierte Leutner die Jänner-Arbeitslosenzahlen.

AK Tumpel fordert Freigabe der AMS-Rücklagen

Die Freigabe der Arbeitsmarktreserven von 109 Mill. Euro oder 1,5 Mrd. S für Aus- und Weiterbildung verlangt AK-Präsident Herbert Tumpel (SPÖ) von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein anlässlich der dramatischen Jänner-Arbeitslosigkeit. Als Sofortmaßnahme sei eine Erhöhung der Mittel für das Arbeitsmarktservice (AMS) notwendig.

"Statt die Lage auf dem Arbeitsmarkt schönzureden, muss die Regierung endlich handeln", so Tumpel. Monat für Monat verschlechtere sich die Lage am Arbeitsmarkt, aber Monat für Monat bleibe die Regierung Gegenmaßnahmen schuldig. "Statt bei fast 300.000 Arbeitslosen und sinkender Beschäftigung von einem Bremsen der Arbeitslosigkeit zu reden, soll der Wirtschaftsminister endlich aktiv werden".

(APA)

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