Philippinen: Tausende demonstrieren gegen US-Truppen

4. Februar 2002, 12:21
1 Posting

Kritik an "Militärintervention" - "Nieder mit dem US-Imperialismus"

Manila - Mehrere tausend Menschen haben am Montag auf den Philippinen gegen die Präsenz amerikanischer Soldaten im Land protestiert. Allein in der Hauptstadt Manila seien über 1.000 Demonstranten vor die US-Botschaft gezogen, wie philippinische Medien berichteten. Auch in einer Reihe weiterer Großstädte sei es zu Protestkundgebungen gekommen.

Die USA und die Philippinen hatten am Donnerstag im Kampf gegen die militante Moslemgruppe Abu Sayyaf ein gemeinsames Manöver im Süden des Landes begonnen. Die Extremisten sollen Verbindungen zum Terrornetzwerk von Osama bin Laden haben. An der Übung, die ein halbes Jahr dauern soll, beteiligen sich rund 660 US-Soldaten.

Einer der Veranstalter der Kundgebung bezeichnete die Anwesenheit der amerikanischen Einheiten auf den Philippinen als "Militärintervention". Vor der US-Botschaft riefen Demonstranten "Nieder mit dem US-Imperialismus" und "Yankees Go Home". Kritiker meinen, dass das gemeinsame Manöver gegen die philippinische Verfassung verstößt, die Kampfeinsätze ausländischer Truppen im Land untersagt. Offiziell hieß es, die US-Soldaten sollten die philippinischen Soldaten lediglich beraten und ausbilden. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.