Premiere geht scharf gegen TV-Piraten vor

4. Februar 2002, 13:53
7 Postings

Welser Elektrohändler und Mitarbeiter vor Gericht

Im Kampf gegen den illegalen Vertrieb von gefälschten Empfangskarten für TV-Programme stehen nun auch Fälle in Österreich vor Gericht. Nach mehreren Hausdurchsuchungen konnten zahlreiche gefälschte "SmartCards" sicher gestellt sowie diverse Hardwarekomponenten beschlagnahmt werden.

Weitere Voruntersuchung

Gegen einen Welser Elektrohändler und einen Mitarbeiter seiner Firma wurden zivil- und strafrechtliche Klagen eingebracht. Voruntersuchungen gegen weitere Personen bzw. Firmen sind – laut Pressemitteilung von Premiere World - anhängig.

Die beiden Angeklagten gaben zu Protokoll, gefälschte SmartCards in Verbindung mit Digital-Receivern vertreiben zu haben. Den Beiden droht nun eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

"Schwarzsehen ist kein Kavaliersdelikt"

Für Premiere Österreich Geschäftsführer Thomas Mischek liegt ein klarer Fall von Betrug vor: "Schwarzsehen ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine betrügerische Handlung, die allen Fernsehzuschauern Schaden zufügt."

Die von der Polizei vorgenommenen Ermittlungen konzentrieren sich hauptsächlich auf den illegalen Handel, da dieser oft auch in Verbindung mit anderen kriminellen Handlungen im Zusammenhang steht.

Task Force "E-Security"

Unterstützt wurde die Polizei bei der Vorbereitung durch Mitarbeiter von Premiere und der neuen Task Force "E-Security" der KirchGruppe. Die Task Force "E-Security" ist zuständig für alle operativen Maßnahmen des Medienkonzerns gegen die Smart-Card-Piraterie. Sie ermittelt eigenständig, unterstützt die Polizei bei ihrer Arbeit und erstattet in vielen Fällen Anzeige im Namen von Premiere und anderen europäischen Abo-TV-Anbietern. Außerdem analysiert sie die technische Sicherheit eingesetzter Verschlüsselungssysteme und beobachtet die "Hacker"- und Dealer-Szene. Weitere Polizeiaktionen und Ermittlungen in Österreich sind anhängig. (red)

Share if you care.