Das "größe Geldausgeben in der Geschichte Hollywoods"

4. Februar 2002, 16:39
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Hollywood-Studios werben vermehrt im Vorfeld der Oscars - Kleine Studios haben das Nachsehen

Noch nie zuvor hat Hollywood im Vorfeld der Oscar-Nominierungen so viel Geld ausgegeben wie in diesem Jahr. Einige Studios lassen sich die Werbung für ihren Film mehr als zehn Millionen Dollar (11,6 Millionen Euro) kosten, berichtete die "New York Times" am Sonntag. Das sei das Doppelte des Betrages, der noch vor zwei Jahren ausgegeben wurde. Das "größte Geldausgeben in der Geschichte Hollywoods" erkläre sich zum Teil daraus, dass es in diesem Jahr keinen klaren Favoriten auf eine Oscar-Nomierung gibt.

Werbeausgaben in Fachzeitschriften und Tageszeitungen gestiegen

Allein die Werbeausgaben in den Fachzeitschriften Hollywoods und in den größeren Tageszeitungen von Los Angeles und New York sind dem Bericht zufolge um gut 20 Prozent gestiegen. In diesen beiden Großstädten leben die meisten der 6000 Insider der Filmindustrie, deren Stimme über die Oscar-Nominierung und -Vergabe entscheidet. Miramax etwa warb für seinen Anwärter "In the Bedroom" mit Sissy Spacek mit einer 24-seitigen Einlage in dem Entertainment-Blatt "Daily Variety". DreamWorks konterte mit einer Serie von Anzeigen für seinen Animationsfilm "Shrek" im "Hollywood Reporter".

Schwer, sich gegen Große durchzusetzen

Das Nachsehen haben kleinere Studios, die unabhängige, mit einem geringem Budget erstellte Filme wie beispielsweise "Monster's Ball" ins Oscar-Rennen schicken. "Es ist sehr, sehr schwer, sich gegen einige der Großen durchzusetzen", klagte Tom Ortenberg, Präsident von Lions Gate Film, Produzent von "Monster's Ball". "Miramax gibt ein Vermögen aus. Und die Leute von DreamWorks führen eine Kampagne, als wollten sie einen politischen Kandidaten an die Macht bringen". (APA/dpa)

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derStandard.at/Kultur
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