Feministische Ethik: Am Ende des Patriarchats

5. Februar 2002, 09:20
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Internationales Symposion Feministische Ethik in Salzburg - Einreichfrist für Beiträge bis 15.2.

"Was wird mit der Welt und mit uns passieren - jetzt, wo das Leben der Frauen und die Beziehungen zu den Männern nicht mehr beziehungsweise immer weniger von der patriarchalen symoblischen Ordnung geregelt sind?"
(Libreria delle donne die Milano, "Das Patriarchat ist zu Ende")

Frauen haben in den vergangenen dreissig Jahren - und auch in vielen Jahren davor - viel in Bewegung gebracht und dabei deutlich gemacht, dass das Patriarchat am Ende angelangt ist. Was bedeutet es in dieser Zeit des ausgehenden Patriarchats "gut" zu handeln? Was meint "Freiheit", wenn sie nicht mehr mit Vorstellungen von heroischem - männlichen - Machenkönnen verknüpft ist? Wie handeln Menschen verantwortlich in einer Welt, in der kein "schwaches Geschlecht" mehr automatisch die Aufräumarbeiten erledigt? Welche Politik, welche Gesellschaft entsteht, wenn wir von der Fülle und nicht vom Mangel ausgehen?

Schwerpunkte und Ziele

Das Internationale Symposion Feministische Ethik in Salzburg stellt sich diesen Fragen und setzt sich ein dreifaches Ziel:

  • Benennung und Sichtbarmachung feministisch-ethischer Denkbewegungen
  • Resümee bereits beschrittener Denkwege
  • Ausblicke in die Zukunft

    Das geplante Symposion will unterschiedliche Denkimpulse zu Fragen des guten Lebens im ausgehenden Patriarchat zusammentragen und Raum für gemeinsames Weiterdenken schaffen.

    Relevante Themenbereiche scheinen uns dabei u.a. Wirtschafts- und Bioethik. Der Schwerpunkt des gemeinsamen Nachdenkens soll aber auf dem Projekt einer grundsätzlichen Neuorientierung der klassischen ethischen Frage nach dem guten Leben und Handeln liegen.

    Einreichung der Beiträge

    Alle interessierten Frauen, die zum skizzierten Themenbereich - theoretisch und/oder praktisch arbeiten und einen Beitrag zum Symposion leisten wollen, können bis zum 15.2.2002 ein etwa einseitiges Angebot einzureichen.

    Eingereicht und vorgestellt werden können sowohl abgeschlossene, laufende und geplante Forschungsarbeiten als auch realisierte oder geplante "praktische" Projekte.

    Zielgruppe des Symposions

    Ethik-Fachfrauen aus unterschiedlichen Theoriedisziplinen und Praxis; StudentInnen, am gemeinsamen neuen Nachdenken über gutes Leben Interessierte; Die Tagung wird von Frauen getragen - Teilnahme interessierter Männer ist möglich.

    Veranstalterinnen

    Bildungshaus St. Virgil; ESWTR - Österreichische Sektion, Österreichisches Frauenforum Feministische Theologie, Projektgruppe Weiberwirtschaft

    Konzeption/Organisation

    Ina Praetorius, Michaela Moser, Hildegard Schreckeis-Nägele
    (red)

  • Am Ende des Patriarchats ...
    Neu über gutes Leben nachdenken Internationales Symposion Feministische Ethik
    BH St. Virgil
    Salzburg (Austria)
    30.8. - 1.9. 2002

    Teilnahmekosten (inkl. Nächtigung und Verpflegung): ca. Euro 160 - 190; teilweiser Kostenersatz für Frauen, die Symposions-Beiträge leisten und/oder über wenig Geld-Ressourcen verfügen, ist möglich.

    Weitere Informationen und Einsendeadressen: Ina Praetorius
    Michaela Moser
    Fax: +43-1-317 05 10-10
    Neustiftgasse 17, A-1070 Wien
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