Rund einhundert Globalisierungsgegner in New York festgenommen

4. Februar 2002, 06:23
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Weltwirtschaftsforum geht mit Annan-Rede zu Ende

New York - Die New Yorker Polizei hat am Sonntag etwa einhundert Gegner des Weltwirtschaftsforums festgenommen. Im Südosten von Manhattan fanden nach Polizeiangaben am Nachmittag drei spontane Kundgebungen statt. Mehrere Globalisierungsgegner hätten kurzfristig den Verkehr lahm gelegt. Weiter im Norden begann eine Gruppe von Demonstranten, Schaufensterscheiben mit Hämmern einzuschlagen. Die Sicherheitskräfte schritten ein und nahmen sie fest.

Die Festgenommenen sollen wegen illegaler Versammlung und Widerstand bei ihrer Festnahme angeklagt werden. Nach den Worten des New Yorker Polizeichefs Raymond Kelly verliefen alle angemeldeten Demonstrationen am Rande des Wirtschaftsforums friedlich. Am Vortag waren 37 Demonstranten festgenommen worden.

Das am Freitag eröffnete Weltwirtschaftsforum soll am Montag mit einer Ansprache von UNO-Generalsekretär Kofi Annan vor dem Schlussplenum zu Ende gehen. Während der Tagung befassten sich die rund 2700 Vertreter aus Politik und Wirtschaft unter anderem mit den Ursachen des Terrorismus und einem besseren Zugang der Entwicklungsländer zum Weltmarkt. Das Weltwirtschaftsforum war nach den Anschlägen des 11. September als Zeichen der Solidarität vom Schweizer Skiort Davos erstmals nach New York verlegt worden. (APA)

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