Kein Rauch ohne Qualm

3. Februar 2002, 19:21
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Feuerwerk zu Beginn und am Ende, Restriktionen für Raucher

Salt Lake City - Wenn schon Qualm, dann staatstragend, quasi Breitwand und zu genau abgesteckten Zeiten. Moderne Spiele verbinden Show und Sport, besonders glänzend zu Beginn und am Ende. Die weltberühmten "Pyro Spectaculars" aus dem kalifornischen Rialto zünden bei der olympischen Eröffnungs- und Abschlussfeier am 8. und 24. Februar das Feuerwerk. Und sie lassen es bei der Ankunft des Olympischen Feuers in der Olympia-Stadt krachen.

Die 1902 gegründeten "Pyro Spectaculars" begleiteten 1996 die Spiele in Atlanta, die Firma illuminiert jährlich mehr als 400 Shows, begleitete Pink Floyd, die chinesische Neujahrsfeier in Hongkong oder den Film "Titanic". Die kleinen, privaten Raucherzeuger werden es im sündenfreien Utah freilich schwerer haben. In Salt Lake City herrscht fast totales Tabakverbot, die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel und sind fast nur in sozusagen privaten Klubs zu finden.

Das Organisationskomitee SLOC ließ penibel abgegrenzte Raucherzonen unter freiem Himmel einrichten. Doch selbst für solche Oasen des Nikotins gelten strenge Auflagen gemäß dem "Utah Clean Air Act", dem Gesetz des US-Bundesstaates Utah über die Reinhaltung der Luft. Wer außerhalb von Gebäuden zum Glimmstängel greift, muss Abstand halten: Näher als 25 Fuß (7,62 Meter) dürfen sich Raucher keinem Ein- oder Ausgang, offenen Fenster oder Lufteinlass für Klimaanlagen nähern.

Absolutes Rauchverbot herrscht an allen olympischen Wettkampfstätten und angrenzenden öffentlichen Plätzen. Dies gilt auch für Freiluftanlagen, selbst an Trainings- oder anderen wettkampffreien Tagen. Im Olympischen Dorf zählen Restaurants, Unterkünfte und öffentliche Zonen zu den qualmfreien Regionen, selbst in den Pausenräumen des Personals und der freiwilligen Helfer darf nicht geraucht werden. Ebenso wenig wie in den Shuttlebussen und anderen Transportmitteln. (ag, Printausgabe DerStandard, 03.02.2002)

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