Im Opel-Werk Wien-Aspern wackeln Arbeitsplätze

3. Februar 2002, 15:43
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Investition für neues Getriebe wird entweder in Wien oder in Polen getätigt - Entscheidung fällt Anfang Feber

Wien - Die Belegschaft des Opel-Motorenwerks in Wien-Aspern zittert vor einer lebenswichtigen Entscheidung, die in den nächsten Tagen fallen soll. Das Nachrichtenmagazin "Format" berichtet in seiner jüngsten Ausgabe, dass eine Investition über 330 Mrd. Euro oder rund 4,5 Mrd. S für ein neues Sechsgang-Getriebe entweder in Aspern oder in Polen getätigt wird.

Der Mutterkonzern Powertrain, ein Joint-venture zwischen General Motors und Fiat, will sich Anfang Februar festlegen. Fällt die Entscheidung gegen das Wiener Werk, das nicht ausgelastet ist, müssen dort Arbeitsplätze abgebaut werden. Franz Rottmeyer, Chef von Opel Österreich, betont im "Format".Gespräch: "Wenn wir jetzt nicht zum Zug kommen, müssen wir uns auf eine längere Durststrecke einstellen. Dann werden wir für die nächsten Jahre natürlich mit weniger Mitarbeitern auskommen müssen." Der Beschäftigtenstand von aktuell 2.200 kann dann nicht mehr gehalten werden.

Die Polen haben Opel großzügige Förderungen bis zu 60 Mill. Euro in Aussicht gestellt. Die österreichischen Minister Martin Bartenstein und Karl-Heinz Grasser können auf Grund der EU-Richtlinien nicht mitziehen. Sie haben lediglich Unterstützung im Rahmen des Arbeitsmarktservices zugesagt. (APA)

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