Horst Buchholz aus dem Sanatorium entlassen

3. Februar 2002, 15:35
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Wegen seiner Ess-Störungen behandelt

Hamburg - Der Schauspieler Horst Buchholz ist aus dem Sanatorium entlassen worden, in dem er wegen Ess-Störungen behandelt worden ist. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, wiegt er bei einer Körperlänge von 1,80 Metern jetzt 60 Kilogramm. Um sein Gewicht zu halten, bemühe er sich jeden Tag wenigstens zwei Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Der 68-Jährige war Anfang des Jahres ins Krankenhaus eingeliefert worden. Seine Frau Miriam hatte erklärt, er sei total abgemagert. "Mein Mann hat nie Appetit", sagte sie damals der "Bild am Sonntag". Buchholz selbst hatte später in der "Bunten" Spekulationen als Blödsinn bezeichnet, er sei am Verhungern oder leide an einer schweren Krankheit.

Neben Hardy Krüger ist Buchholz der einzige deutsche Schauspieler seiner Generation, der eine große internationale Karriere vorzuweisen hat. Der Sohn eines orthopädischen Schuhmachers in Berlin wurde in den fünfziger Jahren eines der ersten Jugendidole. Nach der Hauptrolle in "Die Halbstarken" galt "Hotte" als James Dean der Deutschen.

Seinen internationalen Durchbruch hatte Buchholz mit dem britischen Film "Tiger Bay". Er wirkte in 30 internationalen Filmproduktionen mit und hatte seinen größten Erfolg im Western "Die glorreichen Sieben". Im Alter übernahm er vor allem Bühnenrollen. Seine letzte Filmrolle war der KZ-Arzt in "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni. (APA)

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