"Groundhog Day": Murmeltier Phil prophezeite einen langen Winter

2. Februar 2002, 20:09
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Zehntausende Schaulustige sahen zu, wie er bei Sonnenaufgang einen Schatten warf

Washington - Gerade ist ein schwerer Wintersturm überstanden und schon hat das Murmeltier Punxsutawney Phil dem Nordosten der USA weitere schlechte Kunde gebracht: Der Winter wird noch mindestens sechs Wochen andauern. Zehntausende Schaulustiger waren am Samstag in der Kleinstadt Punxsutawney im Bundesstaat Pennsalvania Zeugen, als das Pelztier bei Sonnenaufgang einen Schatten warf. Dies ist nach alter, angeblich deutscher Tradition der Beweis dafür, dass mildes Wetter noch auf sich warten lassen wird.

Hätte der possierliche Nager keinen Schatten geworfen, stünde nach allgemeinem Verständnis der Frühling vor der Tür. Doch Wettervorhersagen sind auch im Tierreich mit Vorsicht zu genießen und geographischen Schwankungen unterworfen: Im Südstaat Georgia "widersprach" das Murmeltier General Beauregard Lee in diesem Jahr am traditionellen "Groundhog Day" seinem Verwandten weiter oben im Norden. Er warf keinen Schatten.

Während Phil und General Lee ihre Prophezeiungen gaben, begann in mehreren US-Bundesstaaten das große Aufräumen. Tausende waren in Oklahoma, Missouri, Michigan, Indiana und New York noch ohne Strom, nachdem eine Sturmfront mit Schnee und Eisregen durchgezogen war. Bei Verkehrsunfällen kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. Am Samstag tobte der Sturm in Nova Scotia (Kanada). (APA/dpa)


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