Viele Franzosen trinken und rauchen sich zu Tode

2. Februar 2002, 14:40
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Frauen holen beim Lungenkrebs auf

Paris - Immer mehr Franzosen trinken und rauchen sich einer staatlich finanzierten Untersuchungskommission zufolge zu Tode. Die Lungenkrebsfälle bei Französinnen im Alter zwischen 45 und 74 Jahren seien von 1990 bis 1997 um 25 Prozent gestiegen, hieß es in dem Abschlussbericht einer Kommission zur Untersuchung der Bevölkerungsgesundheit, der am Freitag vorgelegt wurde. Bei Männern gleichen Alters bleibe Lungenkrebs die Todesursache Nummer Eins.

Die hohe Rate der vermeidbarer früher Todesfälle bleibe ein Kennzeichen Frankreichs. Vor allem Männer seien wegen ihres Lebensstiles und besonders wegen ihres Alkohol- und Zigarettenkonsums gefährdet. Daher müssten Vorbeugemaßnahmen ergriffen werden.

Franzosen werden im Schnitt 75 Jahre, Französinnen 83 Jahre alt. Die Lebenserwartung, eine der höchsten der Welt, wird vielfach auf ein tägliches Glas Rotwein zurückgeführt, der einigen Wissenschaftlern zufolge das Herzinfarkt-Risiko senkt. Das französische Gesundheitssystem gilt im internationalen Vergleich als eines der besten.(APA/Reuters)

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