"Spiegel": Murdoch hält Insolvenz von Kirch für nicht ausgeschlossen

3. Februar 2002, 13:54
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Australischer Medienzar bangt um seine im Oktober fälligen Milliardenforderungen

Der Chef des Medienkonzerns News Corp., Rupert Murdoch, hält eine Insolvenz seines Münchner Geschäftspartners Leo Kirch nicht mehr für ausgeschlossen. Für diesen Fall drohe Murdoch mit einem Rechtsstreit, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab aus seiner neuesten Ausgabe. "Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass in diesem Fall News Corp. alle geeigneten rechtlichen Mittel einlegen wird", heißt es in einem Schreiben des Vizepräsidenten des Murdoch-Unternehmens, Arthur Siskind, an Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn vom vergangenen Mittwoch.

Nachdem der Axel Springer Verlag am Mittwoch bei Kirch eine Zahlung über 767 Millionen Euro eingefordert hat, bangt Murdoch offenbar um seine erst im Oktober fälligen Milliardenforderungen. "News Corp. wäre sehr besorgt", zitierte der "Spiegel" aus dem am Mittwoch versandten Brief, wenn Kirch ausgewählten Gläubigern oder Aktionären finanzielle Vorzüge gewährte, "ohne News Corp. vergleichbare Rechte einzuräumen". (APA/dpa)

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