FBI stoppt Handel mit gefälschten Polizeimarken im Internet

2. Februar 2002, 10:34
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"Nahezu perfekt nachgeahmte" Ausweise - terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen

US-Sicherheitsbehörden sind einem Ring von Kriminellen auf die Spur gekommen, die via Internet einen schwunghaften Handel mit gefälschten Polizeimarken betrieben haben. Nach Medienberichten umfasste das Angebot "nahezu perfekt nachgeahmte" Ausweise des Bundeskriminalamts FBI , des Grenzschutzes, der Autobahn- und Militärpolizei, der Sicherheitsbeamten für die Präsidentenmaschine "Air Force One" und anderer Sicherheitsorgane. Ein terroristischer Hintergrund werde aber praktisch ausgeschlossen.

Die Olympischen Winterspielen

Als besonders Besorgnis erregend bezeichneten FBI-Beamte, das unter den Fälschungen auch eine Marke war, die eigens zu den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Salt Lake City für die Autobahnpolizei in Utah ausgestellt worden ist. Diese Marke sei noch gar nicht in Gebrauch, sagte ein FBI-Sprecher. Die Spiele werden am Freitag nächster Woche eröffnet.

Undercover-Aktion

Den Berichten zufolge flog der Ring durch eine Undercover-Aktion von Polizisten auf, die sich als Kunden ausgaben und über 900 gefälschte Marken kauften. Als Hauptverdächtiger gilt dem FBI zufolge ein Mann in Florida, der aber noch nicht festgenommen worden sei. Er habe offenbar keine Ahnung, wofür seine Kunden die Marken verwendeten. (apa)

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