Millionenklage gegen Michael Jackson

1. Februar 2002, 22:39
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Münchner Konzertveranstalter verklagt den Popstar wegen Vertragsbruch und Betrug

Santa Barbara - Der Münchner Konzertveranstalter Marcel Avram hat Popstar Michael Jackson wegen Vertragsbruchs und Betruges auf mehr als 20 Millionen Dollar (23,2 Mill. Euro/319 Mill. S) Schadenersatz verklagt. Wie der Superior Court in Santa Barbara (US-Bundesstaat Kalifornien) am Freitag bestätigte, reichte Avram die Klage am 22. Jänner ein. Die erste Anhörung in dem Fall wurde für den 28. Mai festgesetzt.

Trotz Vertragsbindung neuer Promoter

Dem Fachblatt "Variety" zufolge wirft der Konzertmanager Jackson vor, dass der Popstar für seine nächste - noch nicht angekündigte - Welttournee einen neuen Promoter suche. Jackson habe sich jedoch bereits schriftlich an Avram gebunden. Die deutsche Agentur hatte in den 90er Jahren Jacksons Welttourneen "Dangerous" und "History" organisiert. Den Gerichtspapieren zufolge schuldet Jackson deutschen Ärzten eine größere Summe Geld, für die Avram aufkommen wollte, unter der Bedingung, dass er Jacksons nächste Tournee ausrichtet.

Keine Stellungnahme

Laut "Variety" gab es zunächst keine Stellungnahme des Popstars zu den Vorwürfen. Eine frühere Klage von Avram gegen Michael Jackson ist ebenfalls noch anhängig. Im Juni 2000 hatte er den Sänger auf Schadenersatz in Höhe von 21,2 Millionen Dollar verklagt, nachdem Jackson zwei Millennium-Konzerte in Sydney und Honolulu abgesagt hatte. Die Forderungen bezogen sich auf vorgestreckte Veranstaltungs- und Produktionskosten sowie entgangene Einnahmen. (APA)

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