Was wurde aus . . .

4. Februar 2002, 23:14
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Inger Nilsson? Wie jeder weiß, war sie als schwedischer Kinderstar Pippi Langstrumpf - 2./3. Februar 2002

Nach dem Tod Astrid Lindgrens bombardieren uns unzählige Leser mit der Frage: "Was wurde eigentlich aus Inger Nilsson?" Wie jeder weiß, war sie als schwedischer Kinderstar Pippi Langstrumpf, bzw. Pippi Langstrumpf hatte irgendwann einmal für alle Welt das sommersprossige Gesicht von Inger Nilsson.

Aber, so ein Fan im Internet, "gerade diese Popularität machte es Inger Nilsson schwer, ein normales Leben zu führen. Ihre Teenagerzeit verlief eher schwierig. Alle Leute behandelten sie, als wäre sie leibhaftig Pippi Langstrumpf und erwarteten von ihr auch den stets aufgestellten Charakter einer Pippi. Die Leute gingen auf Inger Nilsson weiterhin zu, als wäre sie immer noch die Zehnjährige von damals."

Danach: Ebbe. Man traute ihr keine anderen Rollen zu. Heute macht die mittlerweile 42-Jährige, wie sie in einem Interview erzählte, "alle möglichen Jobs, von der Sekretärin bis zur Werbespotsprecherin. Ab und zu spiele ich in Kasernen als so genannte Feld-Schauspielerin, obwohl ich von Haus aus mit dem Militär eher nichts am Hut habe. Es kann dann passieren, dass man eines Tages im Kosovo vor UNO-Soldaten auftritt." Es klingt wie ein Roman von John Irving.
P.S.: Der STANDARD-interne Preis für unfreiwilligen Humor geht übrigens an den Archivar Wolfgang R., der uns wie immer mit hervorragenden Hintergrundrecherchen zu Inger Nilsson versorgte. Auf die Bitte jedoch, auch etwas über das weitere Leben von Herrn Nilsson in Erfahrung zu bringen, verblüffte uns R. mit der Gegenfrage: "Ist das jetzt ihr Mann?" (cp/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 2./3. Februar 2002))

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