SAP Österreich trotzt Krise

1. Februar 2002, 13:06
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Kräftiges Umsatzplus 2001

Wien - Die SAP Österreich GmbH mit Sitz in Wien verzeichnete 2001 trotz der schwierigen Lage am IT-Markt eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Jahr 2000 um 23 Prozent. Besondere Ertragssteigerungen hätten die Bereiche Produktwartung (28 Prozent) und Beratungsservices (33 Prozent) gebracht, berichtete SAP Österreich-Manager Wolfgang Schuckert am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien. Der Gesamterlös habe in Österreich im Jahr 2001 102,5 Mill. Euro (1,41 Mrd. S) gegenüber einem Vorjahreswert von 83,3 Mill. Euro betragen.

"Für Österreich war 2001 ein hervorragendes Jahr", so Schuckert. Als Neukunden habe man einen "bunten Mix quer durch die Wirtschaft und alle Unternehmensgrößen" gewonnen. So sei auch das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen auf dieser Liste zu finden. Der Bereich "öffentliche Verwaltung" sei mit 30 Mitarbeitern zu einer "wichtigen Einheit" herangewachsen. "E-Government ist ein wichtiges Thema bei SAP Österreich geworden", so Schuckert. Unter anderem plane die Republik Österreich die staatliche Haushaltsverrechung mit SAP-Produkten.

Wachstumspotenzial im Mittelstand

Weiters wolle SAP Österreich im kommenden Jahr das Angebot für den Mittelstand weiter ausbauen und "die KMUs zu einer tragenden Säule in unserem Geschäft machen", erklärte Schuckert weiter. "Wir haben hier zu Lande noch sehr viel Wachstumspotenzial".

Als Leitgesellschaft für Osteuropa habe Österreich insgesamt 35 Prozent zum CEE-Gesamtumsatz (Central and Eastern Europe) beigetragen. "Für die CEE-Region war 2001 ein außergewöhnliches Jahr", erklärte der Osteuropa-Manager Heinz Hartinger. Der Umsatzerlös sei von 6,3 Mill. Euro um 17 Prozent auf 7,3 Mill. Euro gesteigert worden. Besondere Zuwächse hätten die Erlöse aus Wartung (27 Prozent) und Beratung (27 Prozent) eingebracht. Im Bereich Software sei zwar auch ein Wachstum verzeichnet worden, allerdings "ist ein Wachstum von fünf Prozent in einem ,normalen Jahr' nicht so ein großer Erfolg".

Schweiz wird in Osteuropa-Region eingegliedert

Nachdem der Markt aber unter den Folgen der Anschläge auf das World Trade Center in den USA gelitten habe, sei man bei SAP dennoch zufrieden mit dem Ergebnis. Mit 1.Jänner 2002 wurde zudem die SAP Schweiz in die CEE-Region eingegliedert. "Durch den Neuzugang rangiert die Area CEE in Europa nun auf Platz zwei hinter Deutschland", so Hartinger. Der Jahresumsatz der Schweiz lag 2001 bei einem Mitarbeiterstand von 500 Personen bei 255 Mill. Euro, der Anteil am Gesamtumsatz habe 15 Prozent betragen. "Mit der Schweiz ist ein SAP-Schwergewicht zu uns gestoßen", erklärte der CEE-Manager weiter, "immerhin gilt die Schweiz als das reichste Land in Europa".

Entgegen dem Markttrend habe SAP seine Beschäftigtenzahlen weltweit steigern können. Gegenüber dem Vorjahr sei der Mitarbeiterstand um 18 Prozent gestiegen. Derzeit seien 28.410 Personen bei SAP tätig. "Die Personalzuwächse zeigen, dass wir eine expandierende Firma sind", erklärte Hartinger, "nun müssen wir uns dem hervorragenden ersten Quartal des Vorjahres stellen". (APA)

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