US-Behörden veräppeln User

2. Februar 2002, 18:58
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Offizielle Fake-Site soll unvorsichtige Investoren warnen

McWhortle Enterprises Inc. – nach den Ereignisse des 11. September scheint es geradezu perfekt, in dieses Unternehmen zu investieren. Von Presse und Analysten gelobt, ein Produkt das jeder brauchen kann: Ein kleines, tragbares Gerät, das gefährliche Kampfstoffe, Bakterien und ähnliches (z.B. Anthrax) erkennt.

Der Haken?

Das Problem dabei: Das Unternehmen existiert gar nicht. McWhortle Enterprises ist ein "government hoax", also eine von einer Regierungsbehörde produzierte Internetseite einer rein fiktiven Firma.
Erfinder dieser Seite ist die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC), auf diese Weise sollten naive Investoren gewarnt werden, ihr Geld allzu leichtfertig zu investieren.

Großer Erfolg

Und tatsächlich wären wahrscheinlich einige Investoren der Firma auf den Leim gegangen. Nachdem fiktive Presseaussendungen versendet wurden, verzeichnete www.mcwhortle.com 120,000 Visits. Die Seite scheint auf den ersten Blick auch wirklich seriös, man findet hier fiktive Presseaussendungen, ein Interview mit dem CEO des Unternehmens Thomas McWhortle und sogar Erklärungen von Firmenchefs, die das angebotene Produkt benutzen und höchstzufrieden sind.

Online Betrug minimieren

Erst unter dem Punkt Invest erkennt dann der potentielle Investor den Hintergrund der Firma, die ja angeblich schon seit 35 Jahren existiert. Die Internetseite wurde von der Securities and Exchange Commission, der Federal Trade Commission, der North American Securities Administrators Association und der National Association of Securities Dealers geschaffen, das Ziel sei es, Online-Betrug zu minimieren und die User aufzuklären.

Barbara Roper, Vertreter der amerikanischen "Investor Protection" hat kein Problem mit der etwas unkonventionellen Methode der SEC. "Es geht hier schließlich nur darum die Öffentlichkeit zu erziehen und ihr die Risiken des Internet bewusst zu machen".(red)

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