Stunde der "Sofie"-Retter

1. Februar 2002, 20:31
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Gemeinderat diskutiert Sofiensäle

Wien - Im Prinzip waren sich fast alle einig - aber da kann man ja ruhig ein Stünderl drüber reden: "Die Sofiensäle sind für ganz Wien ein Gebäude, ein historischer Punkt, der 200 Jahre Geschichte symbolisiert", leitete VP-Klubobmann Matthias Tschirf am Freitag die Aktuelle Stunde im Gemeinderat ein. "Jeder wünscht sich, dass der kulturhistorisch wichtige Saal erhalten bleibt", stimmte auch SP-Kultursprecher Ernst Woller ein. Allein: Es gebe eine gültige Baugenehmigung für ein Hotelprojekt; jetzt müsse man abwarten, ob das Bundesdenkmalamt den Denkmalschutz für die Brandruine aufhebt oder nicht.

Nur der grüne Klubobmann Christoph Chorherr forderte eine Chance für zeitgenössische Architektur; er sei dagegen, etwas zu "erhalten, nur weil es alt ist". - "Es ist immerhin der letzte erhaltene klassizistische Ballsaal, vielleicht weltweit", entgegnete FP-Stadtrat Johann Herzog. Im Übrigen erklärten die FPÖ-Politiker, sie seien die ersten "Sofie"-Retter überhaupt und verwickelten sich in einen Rettungs-Urheberschaftsstreit mit der ÖVP. (frei/DER STANDARD, Print, 2.2.2002)

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