Österreichische Wissenschafterin ausgezeichnet

1. Februar 2002, 12:15
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Molekularbiologin Eva Stoger erhält hoch dotierten Preis von der Humboldt-Stiftung

Berlin/Wien - Die österreichische Wissenschafterin Eva Stoger hat am Donnerstag in Berlin, zusammen mit anderen 28 jungen ForscherInnen aus Deutschland China, Korea, Russland, Australien und Europa den Sofia-Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung bekommen. Die mit jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro dotierte Auszeichnung wurde den "exzellenten NachwuchswissenschafterInnen" im Rahmen eines Festakts in Anwesenheit der deutschen Forschungsministerin Edelgard Bulmahn verliehen.

Bei dem Preis - benannt nach der russischen Mathematikerin Sofia Kovalevskaja (1850-1891) - handelt es sich um ein einmaliges Exzellenzprogramm der Alexander von Humboldt-Stiftung, der nur ein einziges Mal vergeben wird. Gestiftet wurde er vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Mittel von mehr als 21,5 Millionen Euro stammen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung. Dadurch bezweckt mensch, die Elite junger ausländischer NachwuchswissenschafterInnen nach Deutschland zu holen. Mit der Auszeichnung sollen die 29 WissenschafterInnen drei Jahre lang Kooperationen an deutschen Einrichtungen ihrer Wahl durchführen und eigene Nachwuchsgruppen aufbauen.

Produktion von medizinischen Antikörpern

Stoger (36) ist im Bereich der Molekularbiologie tätig. Sie hat an der Universität Salzburg studiert und wurde 1994 an der Universität Wien promoviert. Sie arbeitete an der University of Florida in Gainesville und zuletzt am Molecular Biotechnology Unit des John Innes Center in Norwich (Großbritannien). Ihr Gastinstitut in Deutschland ist das Institut für Molekulare Biotechnologie an der Technischen Hochschule Aachen.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit Stogers steht Produktion von pharmazeutischen Proteinen in Pflanzen. In den vergangenen Jahren hat die Biologin gezeigt, dass medizinische Antikörper in Reis und Weizen produziert werden können. Sollte eine kostengünstige Herstellungsmethode solcher Substanzen etabliert werden, könnten diese routinemäßig in Bereich der Humanmedizin eingesetzt werden. (APA)

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