Gedächtnistraining kann auch schaden

2. Februar 2002, 23:29
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Dem Alzheimer-Patienten macht es seine Defizite bewusst

Frankfurt/Main - Spezielles Gedächtnistraining kann bei Alzheimer-Patienten im fortgeschrittenen Stadium mehr schaden als nützen. Da ein Kennzeichen der Krankheit sei, sich neue Dinge nicht mehr merken zu können, führe das so genannte Gehirnjogging nur dazu, dem Patienten seine Defizite bewusst zu machen, berichtet das Wissenschaftsmagazin "medizin report". Häufig reagierten die Kranken daher enttäuscht und verärgert.

Betreuer sollten dieses Stadium erkennen lernen und dann die Hilfe darauf konzentrieren, den Patienten bei der Bewältigung ihres Alltags zu helfen, empfehlen die Experten. Oft ließen sich noch vorhandene Fähigkeiten der Betroffenen wie handwerkliches Geschick oder die Liebe zu Musik und Kunst aktivieren. Auf diese Weise gewinne der Patient Selbstwertgefühl und Lebensqualität. (APA/AP)

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