Lindner skeptisch zu Privatisierungsplänen Pekareks

3. Februar 2002, 11:33
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ORF-Generalin: Vorschläge verlassen Grundlinie der ORF-Reform

Skeptisch hat am Freitag ORF-Generaldirektorin Monika Lindner auf die Vorschläge des Stiftungsrats-Vorsitzenden Klaus Pekarek zu einer möglichen Teilprivatisierung des ORF reagiert. Der Gesetzgeber habe erst vor einem halben Jahr den ORF als Stiftung eingerichtet und mit einem qualitätsorientierten Programmauftrag ausgestattet. "Die nunmehrigen Vorschläge verlassen diese Grundlinien der ORF-Reform", sagte Lindner am Freitag in einer Aussendung.

"Schritte in Richtung Privatisierung"

Pekarek hatte in der Freitag-Ausgabe der "Presse" ein "Nachdenken" über "Schritte in Richtung Privatisierung des ORF" angeregt. Man könnte überlegen, die Hörer und Seher "mit einer Privatisierung oder Teilprivatisierung noch stärker ins Unternehmen einzubinden", meinte Pekarek.

Diese Überlegungen "wurden in den ORF-Gremien nicht beraten und kommen deshalb überraschend", sagte Lindner. "Die Geschäftsführung wird zu den Vorschlägen eine inhaltliche Stellungnahme ausarbeiten." (APA)

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