Thrombose-Klage gegen Fluggesellschaften in Großbritannien

1. Februar 2002, 09:04
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Gericht ebnete Weg

London - Ein britisches Gericht hat den Weg für eine Sammelklage gegen weltweit bis zu 30 Fluggesellschaften wegen Thrombosebildungen bei Langstreckenflügen geebnet. Die juristischen Vertreter der Kläger und der Gesellschaften stimmten am Donnerstag einer Vorlage zu, die die Eröffnung des Verfahrens vor dem britischen High Court in London vorsieht.

"Wir sind erfreut, dass das Gericht die Maschinerie in Gang gesetzt hat, um diesen Sachverhalt effektiv und effizient zu klären", sagte Des Collins, Seniorpartner der Anwaltskanzlei Collins Solicitors, die die Kläger vertritt. Die Vorlage muss nun noch vom obersten britischen Richter genehmigt werden, bevor das Verfahren später in diesem Jahr beginnen kann.

Bisher haben die Fluggesellschaften argumentiert, es gebe keinen definitiven Beweis für einen Zusammenhang zwischen der Thrombosebildung (DVT) und Flugreisen, dem sogenannten "Economy Class Syndrom". Einige Gesellschaften haben jedoch zugesagt, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Erarbeitung einer Studie zu unterstützen, um zu klären, ob ein solcher Zusammenhang besteht. (APA/Reuters)

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