UNO-Mandat für Osttimor bis zur Unabhängigkeit verlängert

1. Februar 2002, 07:28
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Noch keine Entscheidung über Nachfolgemission

New York - Der UNO-Sicherheitsrat in New York hat am Donnerstag das Mandat der UNO-Übergangsverwaltung in Osttimor bis zu dessen Unabhängigkeit am 20. Mai verlängert. Zur Bitte von UNO-Verwalter Sergio Vieira de Mello, auch nach diesem Termin bis 2004 eine kleinere Nachfolgemission in der Region zu belassen, nahm der Sicherheitsrat nicht Stellung. Zunächst müssten Vorschläge von UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu Struktur und Mandat einer solchen Mission abgewartet werden, hieß es.

Die Vereinten Nationen verwalten die Region seit dem August 1999, als sich die Bevölkerung in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für eine Loslösung von Indonesien aussprach. Das Referendum war begleitet von einer Terrorkampagne der indonesischen Streitkräfte und proindonesischer Milizen, bei der mehrere hundert Menschen getötet und die Hauptstadt Dili in Schutt und Asche gelegt wurden. Erst der Einsatz der internationalen Blauhelmtruppe INTERFET machte dem ein Ende. Indonesien hatte Osttimor nach dem Rückzug der Portugiesen 1975 besetzt und anschließend annektiert. (APA)

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