Tourist in Australien von Qualle getötet

1. Februar 2002, 07:20
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Aus Tentakeln strömt bei Berührung Gift

Brisbane - Nach dem Kontakt mit einer erdnussgroßen Qualle ist in Australien ein britischer Tourist gestorben. Der 58- Jährige war das erste bekannte Todesopfer der winzigen Irukandji- Qualle in Australien.

Nach Behördenangaben vom Freitag streifte das extrem giftige Tier den Mann, als er in der Nähe von Hamilton Island vor der Küste des Staats Queensland im Meer schwamm. Der Tourist fiel daraufhin in ein Koma. Er wurde nach Mackay in ein Krankenhaus geflogen, wo er am Donnerstagabend starb.

Eine Sprecherin der Urlaubsregion Hamilton Island erklärte, der Kontakt mit der Qualle habe die bestehenden Herz- und Blutdruckprobleme des Mannes verschlimmert. Dies habe zu einer Gehirnblutung geführt. Die Irukandji-Qualle misst nur zwei Zentimeter im Durchmesser und schlüpft daher durch die üblichen Schutznetze, die an vielen Badestränden angebracht sind. Aus ihren Tentakeln strömt bei Berührung Gift. Sie tritt während der tropischen Regenzeit vor der australischen Nordostküste auf.

Ungewöhnliche Wetterverhältnisse haben in den vergangenen zwei Monaten eine besonders große Zahl der Quallen vor die Küste Queenslands getrieben. Allein in der Region Cairns wurden in den vergangenen zwei Monaten rund 80 Menschen nach Kontakt mit der Qualle in Krankenhäuser eingeliefert. Zu den Symptomen zählen extrem starke Schmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Angst und Depression. (APA)

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