Vereinzelte Zwischenfälle am Rande des Weltwirtschaftsforums

1. Februar 2002, 15:18
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Tagungsort von 4.000 Polizisten gesichert

New York - Am Rande des Weltwirtschaftsforums in New York ist es bis zum Donnerstagabend nur vereinzelt zu Zwischenfällen gekommen. Fünf Frauen wurden in Manhattan wegen Hausfriedensbruchs und gefährlichen Verhaltens angezeigt. Sie waren auf ein Dach geklettert und hatten dort ein Spruchband enthüllt. Die Polizei berichtete ferner von mehreren Fällen von Vandalismus in Filialen größerer Unternehmen. Ein Mann wurde festgenommen, weil er die Eingangstür eines Geschäfts der Kaffeekette Starbucks verschmiert haben soll.

Der Tagungsort des diesjährigen Weltwirtschaftsforums, das Waldorf Astoria Hotel in New York, wird von einem massiven Aufgebot an Polizisten gesichert. In dem Hotel wollen mehr als 3.000 Politiker, Manager und Wissenschaftler fünf Tage lang über die Konjunkturkrise und globale Sicherheitsfragen beraten. Die Behörden haben Proteste von Globalisierungsgegnern nur in besonders ausgewiesenen Gebieten gestattet.

Das jährliche Treffen fand bisher stets im Schweizer Kurort Davos statt und soll Entscheidungsträgern in aller Welt bei der Einschätzung von Zukunftstrends wie aktuellen Problemen in Wirtschaft und internationalen Beziehungen helfen. Die Verlegung des Weltwirtschaftsforums von Davos nach New York gilt offiziell als Zeichen der Solidarität nach den Terroranschlägen vom 11. September. Daneben gaben aber auch Sicherheitsgründe den Ausschlag für die Entscheidung. Wegen militanter Demonstrationen von Globalisierungsgegnern wurde Davos im vergangenen Jahr weiträumig abgesperrt. Im nächsten Jahr soll das Treffen aber wieder im Engadin stattfinden.

Die New Yorker Polizei bereitete sich mit 4.000 Beamten auf die angekündigten Demonstrationen von Gegnern des kapitalistischen Wirtschaftssystems und der Globalisierung im Handel vor. Diese wollen in Manhattan mit mehreren zehntausend Menschen lautstark, aber friedlich gegen das Treffen protestieren. Geplant sind neben Demonstrationen auch Blockadeaktionen. (APA)

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