Hoch dotierter Preis für österreichische Molekularbiologin

31. Jänner 2002, 21:52
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Eva Stoger mit Sofia-Kovalevskaja-Preis der Humboldt-Stiftung ausgezeichnet

Berlin/Wien - Die österreichische Wissenschafterin Eva Stoger hat am Donnerstag in Berlin, zusammen mit anderen 28 jungen Forschern aus Deutschland China, Korea, Russland, Australien und Europa den Sofia-Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung bekommen. Die mit jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro dotierte Auszeichnung wurde den "exzellenten Nachwuchswissenschaftern" im Rahmen eines Festakts in Anwesenheit der deutschen Forschungsministerin Edelgard Bulmahn verliehen.

Einmaliges Exzellenzprogramm

Bei dem Preis - benannt nach der russischen Mathematikerin Sofia Kovalevskaja (1850-1891) - handelt es sich um ein Exzellenzprogramm der Alexander von Humboldt-Stiftung, das nur ein einziges Mal vergeben wird. Gestiftet wurde er vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Mittel von mehr als 21,5 Millionen Euro stammen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung. Dadurch bezweckt man, die Elite junger ausländischer Nachwuchswissenschafter nach Deutschland zu holen. Mit der Auszeichnung sollen die 29 Wissenschafter drei Jahre lang Kooperationen an deutschen Einrichtungen ihrer Wahl durchführen und eigene Nachwuchsgruppen aufbauen.

Die Ausgezeichnete

Stoger (36) ist im Bereich der Molekularbiologie tätig. Sie hat an der Universität Salzburg studiert und wurde 1994 an der Universität Wien promoviert. Sie arbeitete an der University of Florida in Gainesville und zuletzt am Molecular Biotechnology Unit des John Innes Center in Norwich (Großbritannien). Ihr Gastinstitut in Deutschland ist das Institut für Molekulare Biotechnologie an der Technischen Hochschule Aachen.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit Stogers steht Produktion von pharmazeutischen Proteinen in Pflanzen. In den vergangenen Jahren hat die Biologin gezeigt, dass medizinische Antikörper in Reis und Weizen produziert werden können. Sollte eine kostengünstige Herstellungsmethode solcher Substanzen etabliert werden, könnten diese routinemäßig in Bereich der Humanmedizin eingesetzt werden. (APA)

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