USA kritisieren Sharons Äußerungen zu Arafats "Liquidierung"

31. Jänner 2002, 21:28
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Powell will Druck auf Arafat fortsetzen

Washington - Die USA haben Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon kritisiert, in denen dieser es bedauert hatte, Palästinenserpräsident Yasser Arafat während des Libanonkrieges nicht getötet zu haben. Erklärungen dieser Art seien "wenig hilfreich" für den Nahost-Friedensprozess, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Richard Boucher, am Donnerstag in Washington. Die US-Regierung erwarte, dass beide Parteien sich in eine positive Richtung bewegten. Bemerkungen, die die Situation in Nahost weiter verschlimmerten, sollten vermieden werden. In einem Interview mit der Tageszeitung "Maariv" hatte Sharon bedauert, dass Arafat während der Besetzung des Libanon im Jahr 1982 durch israelische Truppen nicht "liquidiert" wurde.

US-Außenminister Colin Powell sagte nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. in Washington, die Vereinigten Staaten hätten die Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten nicht aufgegeben. Washington werde aber weiter Druck auf Arafat ausüben, damit dieser der Gewalt auf Seiten der Palästinenser ein Ende bereite. Arafat infomierte die US-Regierung in einer offiziellen Mitteilung über die aktuelle Entwicklung in den Autonomiegebieten, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA meldete. (APA)

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