Hauptthemen der Weltforen in den USA und Brasilien

31. Jänner 2002, 20:17
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Wirtschafts- und Finanzpolitik in New York, Sozial- und Entwicklungsfragen in Porto Alegre im Zentrum

New York/Porto Alegre - In den USA und Brasilien ziehen dieser Tage zwei Großveranstaltungen die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich. Zum Weltwirtschaftsforum in New York werden 3.000 Spitzenmanager, Politiker und Akademiker aus aller Welt erwartet. Das Motto: "Führungsqualität in unsicheren Zeiten - eine Vision für eine gemeinsame Zukunft". Mehr als 100 Gruppen von Globalisierungsgegnern haben zu Protesten gegen das Treffen aufgerufen. Zum Weltsozialforum in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre werden rund 60.000 Vertreter von Regierungen, Gewerkschaften, Kirchen, Minderheiten und Nicht-Regierungsorganisationen erwartet. Das Motto: "Eine bessere Welt ist möglich".

Die Hauptthemen des Weltwirtschaftsforums (WEF):

  • Die weltweite Konjunkturflaute und Wege, das Wachstum wiederzubeleben und die Arbeitslosigkeit zu senken
  • Die europäische Annäherung nach dem Euro und der Reformdruck
  • Die Globalisierung und der Anti-Terrorkampf - neue Sicherheitsbedürfnisse beeinflussen Mobilität und Geschwindigkeit im Geschäftsleben
  • Managementstrategie - mehr Rücksicht auf kulturelle und politische Sensibilitäten können strategische Entscheidungen beeinflussen
  • Notwendigkeit weltweiter gemeinsamer Wertestandards, um einen Kampf der Kulturen und Zivilisationen abzuwenden
  • Der Widerstand gegen die Globalisierung - Dialog zwischen Regierungen, Hilfsorganisationen und Unternehmern über eine bessere Beteiligung der Benachteiligten am Globalisierungsprozess
  • Überwindung des Abgrunds zwischen Arm und Reich durch Unternehmerinitiativen in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und digitaler Vernetzung.

Wichtigste Themen des Weltsozialforums:

  • Beziehung zwischen Wirtschaftssystemen und Weltfrieden
  • Konkrete Friedensvorschläge für Konfliktregionen wie die Palästinenser-Gebiete, Kolumbien, Baskenland, Kaschmir, Chiapas
  • Vorschläge für Alternativen zu Globalisierung und Neoliberalismus, für "wirtschaftliche Entwicklung mit sozialer Gerechtigkeit"
  • Möglichkeiten zur "gerechteren Verteilung von Reichtum und Ressourcen, für eine solidarischere Welt"
  • Erneuerung von Forderungen wie: Erlass aller Schulden der Dritten Welt, Abschaffung von Steuerparadiesen, Versteuerung von Kapitalbewegungen sowie eine Reduzierung der Macht internationaler Finanzorganisationen.
(APA)
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