Uni-Reform: Grünewald schlägt Einladung Gehrers zu Gespräch aus

31. Jänner 2002, 16:25
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"Eile, wo Eile geboten, Muße wo Muße geboten" - Auch Personalvertreter sagen ab

Wien - Nach den Vertretern der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) schlägt nun auch der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, eine Einladung von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) zu einem Gespräch über die Universitätsreform aus. In einem Offenen Brief begründet er die Absage mit einem "unverschiebbaren Termin betreffend Arbeitszeitregelungen für Universitätsärzte in Innsbruck".

In einer Aussendung kritisiert Grünewald am Donnerstag die Vorgangsweise der Ministerin: "Bei den Arbeitszeitregelungen der Uni-ÄrztInnen, wo dringender Handlungsbedarf besteht, ist die Ministerin säumig und schaut nahezu tatenlos zu, wie an den Uni-Kliniken das Chaos auszubrechen droht. Gleichzeitig verschickt Gehrer Eilt-Einladungen zur Causa Universitätsausgliederungen, wo eine ausführliche Diskussion dringend nötig wäre." Auch die ÖH hatte vor einigen Tagen die Einladung Gehrers zu einem Uni-Reformgespräch abgelehnt.

Auch Personalvertreter sagen ab

Nach dem Grünen Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald haben auch sechs Personalvertretungs-Organisationen die Einladung von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) zur Teilnahme an einer Plattform zur Universitäts-Reform am 1. Februar abgesagt. In einem Schreiben an Gehrer bringen unter anderem die Hochschullehrer-Gewerkschaft und die Bundeskonferenz des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (Buko) ihren Unmut über die ihrer Ansicht nach zu kurzfristige Einladung zum Ausdruck.

Der Termin sei nicht einmal eine Woche vorher bekannt gegeben worden, kritisieren die Personalvertreter. "Das wirkt nicht vertrauensbildend und lässt die altbekannte überhastete Eile, wie bei der Entstehung des Universitätslehrerdienstrechts, erkennen", heißt es in dem Schreiben. Die meisten eingeladenen Personen wären als Uni-Lehrer voll tätig und würden ihre Funktionärstätigkeit nur ehrenamtlich ausüben - gerade zu Semesterende hätte man bereits seit längerem fixierte Termine wahrzunehmen. (APA)

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