Doch noch Neuling in Tirol

2. Februar 2002, 00:09
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Kurz vor Ende der Transferzeit wurde ein schwedischer Verteidiger aus Malmö verpflichtet. Der GAK holte Roland Kollmann aus Enschede

Wien - In der max.Bundesliga wurde im Winter vor allem in Wien kräftig aufgerüstet, um die katastrophale Herbst-Saison vergessen zu machen. Der Tabellen-Sechste Austria verpflichtete mit Didi Constantini einen neuen Trainer und dazu mit Marc Ziegler und Krzysztof Ratajczyk zwei bewährte Schlüssel-Spieler von nationalen Konkurrenten, sowie Martin Hasek vom Champions League-Starter Sparta Prag. Der Tabellen-Neunte Rapid holte Teamkapitän Andi Herzog nach Hütteldorf und nahm dazu vier weitere Neue unter Vertrag. (Darunter nach juristischen Streitigkeiten mit Sturm Graz auch Verteidiger Ferdinand Feldhofer.)

Kurz vor Torschluss hat auch der in Turbulenzen geratene Meister FC Tirol noch zugeschlagen. Ein schwedischer Defensiv-Mann wurde geholt.

Last Minute-Transfer in Tirol

Ansonsten mussten die Tiroler aber den finanziellen Abenteuern unter Ex-Präsident Martin Kerscher Tribut zollen. Olof Persson von Malmö FF blieb nämlich der einzige Zugang. Der Teamspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2004. Der 23-jährige Verteidiger soll den Abgang des Schweizers Marco Zwyssig kompensieren. Mit Goalie Marc Ziegler und Zwyssig mussten zwei wertvolle Stützen abgegeben werden.

Kollmann zum GAK

Auch Verfolger GAK verstärkte sich noch einmal. Die Grazer Athletiker holten Roland Kollmann von Twente Enschede zurück nach Österreich. Der 25-jährige Kärntner war zu Saisonbeginn als Torschützenkönig der Ersten Division vom FC Kärnten in die Niederlande gewechselt. Kollmann wurde vom GAK bis Ende Dezember 2002 mit einer Kaufoption ausgeliehen.

Sturm mit zu vielen Legionären

Lokalrivale Sturm erwarb vom HSV den Kroaten Andrej Panadic, Juri Nikiforow (PSV Eindhoven) blieb jedoch ein unerfüllter Wunsch-Libero. "Wir haben alles versucht. Die Forderungen sind einfach zu hoch - da können wir nicht mit. Nikiforow ist ein Mann mit Weltklasseformat und Weltklasse hat ihren Preis", ließ Sturm-Präsident Hannes Kartnig auf der Vereins-Homepage verkünden. Wegen der Ausländer-Regelung müssen die Schwarz-Weißen noch dazu einen Spieler abmelden. Zur Diskussion standen der Slowake Peter Hlinka und der Ungar Imre Szabics.

Herr Baric im Auslandsfieber

Salzburg war rein quantitativ am fleißigsten. Gleich sieben Spieler wurden neu geholt, trotz (oder wegen) des neuen Sportdirektors Otto Baric, der als Teamchef immer die Ausländerflut kritisiert und Chancen für österreichische Talente gefordert hatte, waren darunter gleich drei Ausländer. Übrigens spielte keiner aus diesem Trio zuletzt in einer ersten Liga.In letzter Sekunde wurde noch Ewald Brenner vom LASK verpflichtet.

Kärnten und Ried bauen auf die Jugend

Der FC Kärnten und Ried gehen hingegen einen anderen Weg: Der Cupsieger aus Klagenfurt nahm drei Amateure in den Profi-Kader auf, die Oberösterreicher setzen auf zwei Talente (Wieland und Lasnik) und einen österreichischen Routinier (Grassler).

Bregenz und Admira verändern Management

In Bregenz waren weniger die Zugänge Mathias Nagel, Gernot Sick und Enrique Saucedo das Gesprächsthema, vielmehr beschäftigte der Abgang von Sportdirektor Ove Flindt. Das Tabellenschlusslicht Admira Wacker Mödling holte für Neo-Teamchef Hans Krankl mit Walter Knaller einen neuen Trainer, der Ex-Admira-Torjäger soll die "Mission Impossible 2" lösen. (APA)

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