"Prostitution ist nicht wünschenswert, aber Realität"

31. Jänner 2002, 12:01
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Österreichischer Frauenring fordert rechtliche und soziale Verbesserung der Situation von Prostituierten

Wien - Eva Salomon, Vorsitzende des österreichischen Frauenrings hält fest: "Prostitution ist weder wünschenswert noch erfreulich, aber eine gesellschaftliche Realität. Es gibt Frauen die mit Prostitution ihren Lebensunterhalt verdienen, das ist eine Tatsache. Die rechtliche und soziale Situation dieser Frauen muss durch gesetzliche Maßnahmen verbessert werden. Es ist aber auch eine traurige Tatsache, dass organisierte kriminelle Netzwerke Frauen aus Osteuropa, der ehemaligen Sowjetunion usw. mit falschen Arbeitsversprechen ins Land locken, sie sexuell ausbeuten und ihrer Freiheit und Rechte berauben. Frauenhandel und die darauf basierende Form der Prostitution ist als fundamentale Form der Verletzung der Menschenrechte abzulehnen und zu bekämpfen."

Der österreichische Frauenring ist die größte Dachorganisation österreichischer Frauenvereine und im Vorstand der European Women's Lobby mit Sitz in Brüssel. Er hat 42 Mitgliedvereine, darunter alle Frauenorganisationen der ins Parlament gewählten Parteien und somit mehr als 1 Million Mitglieder. (red)

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Mariella Bruckner

Frauenring

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