RCB stuft Erste Bank von "Neutral" auf "Übergewichten" hoch

31. Jänner 2002, 11:35
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Fairer Wert bei 65 Euro gesehen

Wien - Die Analysten der RZB-Tochter Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihre Einstufung für die Aktien der Erste Bank von "Neutral" auf "Übergewichten" verbessert und den fairen Wert der Aktie mit 65 Euro beziffert. Die RCB prognostiziert in der am Donnerstag vorgelegten Analyse für die Erste Bank einen Gewinn von 4,08 Euro je Aktie im laufenden Geschäftsjahr 2001 und von 5,09 Euro im Folgejahr. Daraus errechne sich für 2001 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 11,4 und damit eine deutlich günstigere Bewertung als das durchschnittliche KGV der Vergleichsgruppe von 14,8 (KGV), heißt es.

RCB-Experte Alfred Steininger ortet in dieser Bewertungsdifferenz einen Liquiditäts- und Umstrukturierungsabschlag. Nichtsdestotrotz verlaufe die Integration aber gut und biete mittelfristig hohes Wachstumspotenzial. Während sich das Inlandsgeschäft der Erste Bank auf Grund der gedämpften Konjunkturentwicklung flach entwickeln sollte, sieht die RCB für 2002 einen starken Gewinnanstieg bei der Ceska Sporitelna (CS), der auch den Konzerngewinn der Erste Bank-Gruppe auf 254,9 Mill. Euro (3,5 Mrd. S) steigern sollte. Insgesamt verbuche die Erste Bank große Fortschritte in der zweigleisigen Strategie von Expansion im Osten bei gleichzeitiger Konsolidierung im Westen.

Am Mittwoch gegen 11:00 Uhr notierte die Erste Bank an der Wiener Börse mit einem Minus von 1,17 Prozent bei 58,51 Euro.(APA)

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