UTA wieder unter Strom, Swisscom geht

31. Jänner 2002, 19:55
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Raiffeisen-Gruppe hält neuen Prozent an VTÖB

Wien - Die Swisscom setzte am Donnerstag den schon lang kolportierten weiteren Schritt in Richtung Totalrückzug aus Europas Telekommarkt. Diesmal traf es ihre 45,5-Prozent-Beteiligung an der UTA, der Telekomgesellschaft der Landesenergieversorger und Raiffeisen.

Damit haben die acht Landesversorger (nur die Salzburg AG war nie UTA-Aktionär, Anm.) nun über die Vereinigte Telekom Österreich Beteiligungs GmbH (VTÖB) wieder die Mehrheit an der UTA, neun Prozent hält seit der Übernahme des Internetproviders Netway die Raiffeisen-Gruppe, teilte die VTÖB am Donnerstag mit.

Angaben zum Kaufpreis wurden von der VTÖB nicht gemacht. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Insider gehen jedoch davon aus, dass die Darlehensforderung in Höhe von 210 Mio. Schweizer Franken (fast zwei Mrd. S), auf die Swisscom verzichtet, in etwa dem Kaufpreis entspreche.

Die 1995 gegründete UTA - die Swisscom war 1998 eingestiegen - ist Österreichs zweitgrößter Festnetzanbieter und der zweitgrößte Internet-Service-Provider, jeweils hinter dem Marktführer Telekom Austria AG. Die Swisscom wolle mit dem Verkauf ihre internationale Strategie weiter auf die Märkte Mobile Service Providing und Datengeschäft im Heimmarkt fokussieren, teilte die Swisscom mit. Dabei sei die UTA zur reinen Finanzbeteiligung geworden.

In der Branche geht man davon aus, dass eine Servicepartnerschaft mit dem Mobilfunker Connect Austria (One) so gut wie unterschriftsreif sei, Tele.ring sei aber auch noch im Rennen. (sda, ung, Der Standard, Printausgabe, 01.02.02)

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