Blair stellt sich in Guantanamo-Debatte hinter USA

30. Jänner 2002, 20:56
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"Berichterstattung teilweise sehr unfair"

Washington - Der britische Premierminister Tony Blair hat sich in der Diskussion um die Haftbedingungen in Guantanamo hinter die USA gestellt. Die auf dem US-Stützpunkt auf Kuba internierten mutmaßlichen Taliban- und El-Kaida-Kämpfern würden angemessen behandelt, sagte Blair am Mittwoch im Unterhaus. "Die US-Behörden haben noch nicht über ihren Status entschieden, aber sie (die Gefangenen) sind nicht misshandelt worden", erklärte Blair. Zugleich kritisierte der britische Regierungschef die Berichterstattung über die Behandlung der auf Guantanamo internierten Männer als "teilweise sehr unfair".

Derzeit befinden sich 158 Gefangene auf dem US-Stützpunkt Guantanamo. US-Präsident George W. Bush hat die Inhaftierten des öfteren als "unrechtmäßige Kämpfer" (unlawful combatants) bezeichnet und noch am Montag bekräftigt, sie würden nicht als Kriegsgefangene behandelt. (APA/AP)

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