Delfinsterben in Frankreich geht weiter

30. Jänner 2002, 19:48
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10 Tage, 300 tote Tiere - Schleppnetze der Fischer als Ursache vermutet

La Rochelle - Die Kadaver von mehr als 300 Delfinen sind in den vergangenen zehn Tagen an der französischen Atlantikküste angeschwemmt worden. Wie das Forschungszentrum für Meeressäuger (CRMM) am Mittwoch im westfranzösischen La Rochelle mitteilte, ist die Zahl der verendeten Tiere in diesem Jahr besonders hoch. Als Ursache für den Tod der Tiere wird der Einsatz der Schleppnetze durch die Fischer vermutet. Zahlreiche Delfin-Kadaver wiesen Verletzungen an Flossen und am Schwanz auf.

Die Forscher beobachten das Delfin-Sterben, das sich jeweils binnen weniger Wochen abspielt, bereits seit den achtziger Jahren. Nach Angaben des CRMM-Leiters Vincent Ridoux gibt es keine verlässlichen Zahlen über den Delfin-Bestand im Golf von Biscaya. Ob er gefährdet sei, sei nicht klar, sagte Ridoux. Mit den Fischern soll über den Einsatz anderer Schleppnetze verhandelt werden. (APA)

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