Neue Schweizer Airline "swiss" hebt ab Ende März ab

31. Jänner 2002, 12:33
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Dose: Name soll multikulturellen, weltoffenen Charakter und die Qualitätsmerkmale der Schweiz reflektieren

Basel - Das Rätsel um den Namen der neuen nationalen Schweizer Fluggesellschaft ist gelöst: Unter dem Namen "swiss" werden die Aktivitäten der insolventen Swissair und ihrer Regionalflugtochter Crossair künftig zusammengefasst. Basis der neuen Gesellschaft ist die Crossair. Der Name reflektiere den "multikulturellen, weltoffenen Charakter und die Qualitätsmerkmale der Schweiz", sagte Crossair-Vorstandsvorsitzender Andre Dose am Donnerstag vor Journalisten.

"swiss" werde am 31. März 2002 mit Beginn des Sommerflugplans ihren Betrieb aufnehmen. Das neue Firmenkonzept soll schrittweise umgesetzt werden. Im Oktober dieses Jahres wird die Gesellschaft auch juristisch einen neuen Namen erhalten, der vom Markenzeichen "swiss" abweichen wird. Das Ziel sei es, die "beste first class weltweit" zu haben, erklärte Dose. Man wolle Schweizer Tradition mit dem Schweizer Qualitätsbegriff verbinden. Die neue Airline werde in den drei Klassen "first class", "business" und "economy" fliegen.

Die Entscheidung, in welcher internationalen Luftfahrtallianz "swiss" künftig fliegen wird, ist noch nicht gefallen. Dose geht aber davon aus, dass sich der europäische Luftfahrtverkehr mittelfristig in drei Allianzen gliedern werde. Einer davon werde auch die "swiss" angehören.

Sommerflugplan mit 123 Zielorten

Die neue Schweizer Airline swiss fliegt ab 31. März 2002, dem Beginn des Sommerflugplans, mit 128 Flugzeugen 123 Zielorte in 60 Ländern an, hieß es bei einem internationalen Pressegespräch in Basel. Alle Flüge werden ab dem Flugplanwechsel mit LX-Flugnummern unterwegs sein. Der Sommerflugplan 2002 unterscheidet sich nur wenig vom gegenwärtigen Winterflugplan.

In Europa werden ab Ende März 86 Zielorte in 34 Ländern bedient. Das interkontinentale Streckennetz umfasst 37 Destinationen in 26 Ländern. Im Vergleich zum vorjährigen Sommerflugplan von Crossair und Swissair sei das Angebot gemäß Businessplan um rund 30 Prozent reduziert worden, hieß es. Im Anfang Oktober 2001 gestrafften gemeinsamen Streckennetz war auf zehn interkontinentale und zwölf europäische Zielorte verzichtet worden. Das Crossair-Streckennetz war bereits für den Sommerflugplan 2001 gestrafft worden.

(APA)

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