El-Kaida-Drahtzieher angeblich entkommen

30. Jänner 2002, 14:37
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Scotland Yard ließ mutmaßlichen Terroristen möglicherweise absichtlich laufen, weil er für den britischen Geheimdienst arbeitete

Paris - Scotland Yard hat angeblich einen der maßgeblichen Drahtzieher des mutmaßlichen Terror-Netzwerks El Kaida in Europa laufen lassen. Der Jordanier Abu Kutada, der in zahlreichen Terror-Ermittlungen europäischer Justizbehörden eine zentrale Rolle spiele, sei im Dezember samt Familie aus seiner Wohnung in Acton im Osten Londons verschwunden und untergetaucht, berichtete am Mittwoch die Pariser Zeitung "Le Figaro" unter Berufung auf französische Ermittler. Die Ermittlern äußerten darüber hinaus den Verdacht, die Londoner Polizei habe Kutada absichtlich laufen lassen, weil er als Informant für den britischen Geheimdienst MI5 eingesetzt gewesen sei.

"Wahrscheinlich hat er sich mit dem Schutz der britischen Behörden in Sicherheit gebracht", sagte ein französischer Ermittler laut "Figaro". Video-Cassetten mit Ansprachen Kutadas waren demnach in der Hamburger Wohnung von Mohammed Atta gefunden worden, der die Anschläge in den USA vom 11. September koordiniert haben soll. Kutada taucht in zahlreichen Ermittlungsakten auf, die nach den Anschlägen in Madrid, Paris, Mailand, Brüssel und Berlin angelegt wurden. (APA

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    Abu Kutada

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