Maximilian Schell kritisiert Zurückweisung

30. Jänner 2002, 13:55
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"Meine Schwester Maria" nicht im Programm der Berlinale

Köln - Maximilian Schell hat kein Verständnis dafür, dass seine Filmdokumentation "Meine Schwester Maria" nicht in das Programm der Berliner Filmfestspiele aufgenommen wurde. Der 71-jährige Regisseur und Schauspieler sagte am Dienstagabend in der ARD-Sendung "Boulevard Bio": "Ich verstehe die Gründe nicht." Maria Schell "hat so viel für den deutschen Film getan". Für den Film hat Maximilian Schell seine 76-jährige Schwester interviewt und Ausschnitte ihrer Filmrollen zusammengestellt.

Keine Wertung

Die Sprecherin der Berlinale, Frauke Greiner, sagte auf Anfrage, es sei bedauerlich, dass der Film nicht für das Programm ausgewählt worden sei. Das bedeute aber keine Wertung für die Qualität des Films, sondern hänge mit der aktuellen Programmplanung zusammen. Die Auswahl habe eine 13-köpfige Kommission vorgenommen.

Maria Schell lebt nach den Worten ihres Bruders mittlerweile "in ihrer eigenen Welt" auf dem Hof der Familie in Kärnten, wo sich auch Maximilian Schell regelmäßig mit seiner Familie aufhält. Sie war in finanzielle Probleme geraten; im Sommer 1997 gab es ein Ermittlungsverfahren wegen "fahrlässigen Konkursvergehens", weil sie ein Klavier und Geräte der Unterhaltungselektronik nicht bezahlt haben soll. Ihr Bruder erklärte, sie habe sich wie ein Kind verhalten, das glaube, dass ihm die ganze Welt zur Verfügung stehe. Wenn jemand zu ihr gesagt hätte, dass er ihr Haus bewundere, hätte sie es ihm einfach geschenkt, erklärte Schell. (APA)

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