Volkszählung: Achte Millionen-Grenzsprung in Gefahr

30. Jänner 2002, 15:26
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Weniger ÖstereicherInnen als erwartet- Dopplezählungen und Karteileichen

Wien - Noch im September hatte es ausgesehen, als würde Österreich - knapp aber doch - erstmals die Acht Millionen Einwohner- Grenze überspringen. Nun ist diese Marke allerdings gefährdet, wie Volkszählungs-Projektleiter Karl Isamberth anmerkt.

Grund dafür ist die schwache Absicherung der achten Million: Die vorläufig gezählten 8.065.166 Einwohner könnten sich nämlich nach der Bereinigung um "Karteileichen" und Doppelzählungen soweit verringern, dass die Einwohnerzahl weiterhin mit einer "7" beginnen könnte.

Verdacht auf Doppel- oder Mehrfachzählung

Verdacht auf Doppel- oder Mehrfachzählung besteht momentan bei mehr als 30.000 Personen, die an zwei oder mehr Orten einen "Hauptwohnsitz" angegeben haben. Zudem stimmen in fast 47.000 Fällen die Daten der Volkszählung nicht mit jenen des Melderegisters überein. Letzteres betrifft vor allem Wien (38.000 Fälle), womit der Bundeshauptstadt weiterer Bevölkerungsverlust droht. Diese Fälle müssen in den kommenden Wochen von der Statistik Austria gemeinsam mit den Betroffenen geklärt werden.

Eine weitere Verringerung der Einwohnerzahlen droht durch die zahlreichen "Ersatzausfüllungen". (Für Personen, die mit Hauptwohnsitz in einer Gemeinde gemeldet, aber zum Zeitpunkt der Zählung nicht erreichbar waren, konnten die Fragebögen ersatzweise durch die Gemeinde ausgefüllt werden). Die Zahl der Ersatzausfüllungen erscheint laut Isamberth in manchen Gemeinden "unplausible hoch".(APA)

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