Prämienerhöhung im Stillen

30. Jänner 2002, 19:56
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Seniorenrat protestiert gegen Missachtung der Mitteilungspflicht von Privat-Krankenversicherungen

Wien - Der Österreichische Seniorenrat, die Dachvereinigung der heimischen Pensionistenverbände, protestiert dagegen, nicht von der Prämienerhöhung bei privaten Krankenversicherung informiert worden zu sein. Das Präsidium des Seniorenrates fordert die sofortige Übermittlung der entsprechenden Unterlagen, sagte Seniorenvertreter Alfred Zupancic am Mittwoch zur APA.

Laut Versicherungsvertragsgesetz (§ 178g) haben die Versicherer neben anderen Interessenvertretungen auch dem Seniorenrat unverzüglich alle Änderungen bei den Prämien oder des Versicherungsschutzes mitzuteilen. Im Falle von rechtswidrigen Änderungen stehe den im Gesetz genannten Stellen eine Recht auf Unterlassungsklage zu.

Höhere Prämie

Die heimischen Krankenversicherer wollen je nach Bundesland, Tarif und Altersklasse die Tarife für die insgesamt rund 1,04 Millionen Sonderklasse-Versicherten zwischen 2,5 und 6,5 Prozent erhöhen. Als Hauptgrund nennen die Versicherungen die wachsende Zahl der Spitalsaufenthalte.

Die prozentuelle Prämienerhöhung der Versicherungen sei wesentlich höher als jene der Pensionsanpassung für 2002, halten die Seniorenvertreter fest. Regelmäßig sei sogar die Inflationsrate für 2001 in Höhe von 2,7 Prozent weit überschritten worden.(APA)

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