Tourismus versus Naturschutz?

30. Jänner 2002, 19:49
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Kongress widmet sich der Problematik neuer Trendsportarten und der überfüllten Erholungsgebiete

Wien - An der Universität für Bodenkultur hat im Zuge des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahres des Ökotourismus und der Berge die internationale Konferenz "Besuchermonitoring und Besuchermanagement in Erholungs- und Schutzgebieten" begonnen. Führende Wissenschaftler, Naturschutzfachleute, Tourismus-Experten, Nationalpark-Manager und Behördenvertreter aus über 30 Länder diskutieren bis 2. Februar über die Erfassung und Auswirkungen der wachsenden touristischen und freizeitbedingten Nutzung von Nationalparks, Naherholungsgebiete und städtische Parks.

Der Kongress widmet sich der Problematik neuer Trendsportarten, den steigenden Besucherzahlen im Bereich des Ökotourismus sowie den überfüllten Erholungsgebieten durch das Mehr an Freizeit und den Trend zu häufigeren Kurzurlauben. Experten diskutieren in Workshops über Naturschutzgebiete im Nahbereich von Städten wie z.B. der Nationalpark Donau-Auen am Rande des Ballungsraumes Wien. Das Schutzziel des Nationalparks wird in Frage gestellt. Im Mittelpunkt der Tagung steht auch das nachhaltige und konfliktminimierende Management solcher Gebiete. Zur Diskussion stehen ferner neue, effiziente Methoden zur Erfassung und Lenkung der Besucher sowie computergestützte Modelle und Simulationen.

Co-Veranstalter des Kongresses sind die CIPRA (International Commission for the Protection of the Alps), das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete, die Commission on Protected Areas, die Stadt Wien, der Nationalpark Donau-Auen, der Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel, das Bildungs- sowie das Landwirtschaftsministerium und Wien Tourismus. (pte)

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