BA/CA-Gruppe finanziert Irak-Hilfsprogramm der UNO

30. Jänner 2002, 11:07
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145 Millionen Euro für österreichische Exporte

Wien - Mit rund 145 Mill. Euro - umgerechnet 2 Mrd. S - finanziert die zur bayrischen HypoVereinsbank gehörende Bank Austria Creditanstalt-Gruppe (BA/CA) die zu Jahresbeginn 2002 angelaufene elfte Tranche des "Oil for food"-Hifsprogramms für den Irak, das die UNO 1996 ins Leben gerufen hat. Wie die BA/CA am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, ermöglicht das Programm österreichischen Firmen den Export von zahlreichen Gütern (etwa Ersatzteilen für die Industrie, den Strom- und Landwirtschaftssektor oder die Bahninfrastruktur). Mit dieser Finanzierung deckt die BA/CA-Gruppe nach eigenen Angaben rund 95 Prozent des österreichischen Handels mit dem Irak ab.

Das unter strengsten Sicherheitsauflagen des UN-Sicherheitsrats in New York stehende Hilfsprogramm hat das Ziel, die schlechte medizinische- und Nahrungsmittelversorgung der irakischen Bevölkerung zu verbessern. Zwar unterliegt der Irak seit 1990 einem Handels- und Finanzembargo, doch ist dem Staat erlaubt, Erdöl zu verkaufen, um Nahrungsmittel und medizinische Güter aus dem Ausland zu beziehen. Das Gesamtvolumen beträgt rund 6 bis 8 Mrd. US-Dollar (9,33 Mrd. Euro oder 128,3 Mrd. S) und wird von der Banque National de Paris Paribas (BNP) aus New York koordiniert.

Ihr gesamtes Finanzierungsvolumen im Geschäftsbereich Export- und Handelsfinanzierung beziffert die BA/CA-Gruppe mit rund 14,5 Mrd. Euro. Mit einem Marktanteil von 60 Prozent ist die BA/CA-Gruppe nach eigenen Angaben die mit Abstand größte Exportfinanzierungsbank in Österreich. (APA)

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