Über Handy in den Büro-PC - Erste VPN-Lösung Europas für Mobiltelefone

30. Jänner 2002, 11:17
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Österreichische Entwicklung von max.mobil und Hewlett Packard - Start am 12. Februar

Virtual Private Network (VPN), der Zugriff auf ein Firmennetzwerk - sprich den Büro-PC - von einem Rechner außerhalb des Unternehmens, wird künftig auch unterwegs möglich sein. Der zweitgrößte heimische Mobilfunkanbieter max.mobil und der weltweit drittgrößte PC-Hersteller Hewlett Packard (HP) haben gemeinsam in Österreich die europaweit erste VPN-Technologie entwickelt, die über jeden beliebeigen Internetzugang funktioniert.

Abhörsicher

Damit kann sich der Kunde künftig auch mittels Notebook oder Minicomputer (PDA) und Handy abhörsicher in sein Büronetzwerk einklinken. Bisher war dies nur über Festnetz-(ISDN) Breitbandverbindungen (ADSL, Kabel) oder Standleitungen möglich. max.mobil-Geschäftsführer Friedrich Radinger sprach am Mittwoch bei der Präsentation von einem "Meilenstein im Datenbereich". Der Computer-Arbeitsplatz werde damit mobil.

Die neue Lösung trägt den Namen "IP-VPN office connect". Test bei Unternehmen aus der Baubranche, dem Banken- und Versicherungswesen sowie der Energiebranche laufen bereits seit mehreren Monaten. Am 12. Februar soll das Produkt auf den Markt kommen.

Fixkosten und

Für die Nutzung der Lösung fallen Fixkosten in Form einer Einrichtungsgebühr sowie einer monatlichen Grundgebühr an. Darüber hinaus wird das übertragene Datenvolumen verrechnet. Auch Kunden anderer Mobilfunk- oder Internet- und Festnetzbetreiber können in die Lösung integriert werden.

Um die Sicherheit über alle Verbindungsarten sicherzustellen, haben max.mobil und HP ein zweistufiges Sicherheitskonzept entwickelt, bei dem digitale Signatur und Verschlüsselung kombiniert werden. In der ersten Stufe sorgen digitale Zertifikate gemäß Signaturgesetz für die eindeutige Authentifizierung des Benutzers. Dadurch wird die Vergabe der Zugriffsrechte im IP-VPN gesteuert. In der zweiten Stufe erfolgt mittels einer durchgängigen Verschlüsselung vom Beginn bis zum Ende der Verbindung (End-to-End) in einem so genannten Tunnel die Übertragung der sensiblen Unternehmensdaten.

Mobilen Nebenstelle

Ein virtuelles Netzwerk in der Sprachtelefonie betreibt max.mobil bereits. Mittels "Voice-VPN" wird das Handy zur mobilen Nebenstelle. Mitarbeiter können dabei ihre Kollegen von Handy zu Handy mittels Durchwahl anwählen. "Mehrere tausend Unternehmen" und damit bereits "über 100.000 Teilnehmer" nutzen laut Radinger bereits dieses Angebot. max.mobil hat am österreichischen Geschäftskundenmarkt einen Marktanteil von 30 Prozent.(APA)

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