Bush zur Lage: Preis, Macht, Sieg

30. Jänner 2002, 08:40
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Auszüge aus der Rede des US-Präsidenten

Washington - US-Präsident George W. Bush hat den Kampf gegen den Terrorismus am Dienstagabend (Ortszeit) in den Mittelpunkt seiner Rede zur Lage der Nation gestellt. Einige Wortlautauszüge in einer Übersetzung der dpa:

"Terroristen, die einst Afghanistan besetzten, sitzen jetzt in Zellen (auf dem US-Stützpunkt) Guantanamo Bay. Terroranführer, die ihre Anhänger aufforderten ihr Leben zu opfern, rennen jetzt um ihr eigenes (...) Unser Fortschritt ist ein Tribut an den Mut des afghanischen Volkes, an die Entschlossenheit der Koalition und an die Macht des amerikanischen Militärs. (...)

Unsere Sache ist gerecht, und wir machen weiter. Unsere Entdeckungen in Afghanistan bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen und zeigen den Umfang der Aufgabe, die vor uns liegt. Wir haben die Tiefe des Hasses unserer Feinde in Videos gesehen, in denen sie über den Verlust unschuldiger Menschenleben lachen. Und die Tiefe ihres Hasses entspricht dem Wahnsinn der Zerstörung, die sie aushecken. (...) Was wir in Afghanistan gefunden haben bestätigt, dass unser Krieg gegen den Terror erst begonnen hat. (...)

Erstens werden wir die terroristischen Lager unschädlich machen, terroristische Pläne stören und Terroristen zur Verantwortung ziehen. Zweitens müssen wir Terroristen und Regime daran hindern, in den Besitz chemischer, biologischer und nuklearer Waffen zu kommen und die USA und die Welt zu bedrohen.(...) Meine Hoffnung ist, dass alle Nationen den Aufruf hören und die terroristischen Parasiten beseitigen, die ihre Länder und unseres bedrohen. (...) Aber einige Regierungen werden sich von dem Terror einschüchtern lassen. Wenn sie nichts unternehmen, tun wir es."

Nordkorea ist ein Regime, das sich mit Raketen und Massenvernichtungswaffen rüstet, während es sein Volk verhungern lässt. Iran bemüht sich aggressiv um solche Waffen und exportiert Terror, während ein paar Nichtgewählte die Hoffnung des iranischen Volkes auf Freiheit unterdrücken. Irak brüstet sich mit seiner Feindschaft gegenüber Amerika und unterstützt den Terror. (...)

Staaten wie diese und ihre terroristischen Verbündeten bilden eine Achse des Bösen, und zielen darauf ab, den Weltfrieden zu bedrohen. Diese Länder stellen eine ernste und wachsende Gefahr dar (...) Und alle Länder sollten wissen: Amerika wird tun, was für die Sicherheit des Landes nötig ist. Wir werden besonnen sein, aber die Zeit steht nicht auf unserer Seite. Ich werde nicht die Ereignisse abwarten, während sich die Gefahren zusammenbrauen. (...) Die USA werden es den gefährlichsten Regimen der Welt nicht erlauben, uns mit den zerstörerischsten Waffen der Welt zu bedrohen."

Wenn wir jetzt aufhören würden, Terrorlager intakt ließen und Terrorstaaten nicht überprüften, würden wir uns in falscher und vorübergehender Sicherheit wiegen. Die Geschichte hat Amerika und seine Verbündeten aufgerufen zu handeln, und es ist unsere Verantwortung und unser Privileg, den Kampf der Freiheit zu kämpfen. (...)

Wir haben nicht die Absicht, jemand unsere Kultur aufzuzwingen, aber Amerika wird immer für die nicht verhandelbare Forderung nach menschlicher Würde eintreten, für die Ordnung durch Gesetz, für die Begrenzung der Macht des Staates, den Respekt vor Frauen, Privatbesitz, Redefreiheit, Gerechtigkeit und religiöse Toleranz. (...)

Auf einen Schlag ist uns klar geworden, dass dies ein entscheidendes Jahrzehnt in der Geschichte der Freiheit sein wird (...) Standfest werden wir voranschreiten. Wir kennen den Preis der Freiheit. Wir haben die Macht der Freiheit gezeigt. Und in diesem großen Konflikt werden wir den Sieg der Freiheit erleben."(APA/dpa)

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