Tariferhöhung: Wunsch ohne Zustimmung

29. Jänner 2002, 20:47
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Häupl gegen Ausbau der Wiener U-Bahn nach Niederösterreich

Wien - "Das ist ein Vorschlag der Wiener Linien, wir haben noch nicht zugestimmt." Michael Häupl, SP-Bürgermeister, will noch "betriebswirtschaftliche Berechnungen" abwarten, ehe seine Zustimung dafür kommt, dass die Wiener und Wienerinnen mehr Geld für ihr U-Bahn-Tickets hinblättern müssen.

Wie DER STANDARD berichtete, werden voraussichtlich ab Juni neue Preise für die Öffis gelten: Der Einzelfahrschein könnte dann genau 1,50 Euro kosten. Die Jahreskarte könnte dann um 400 Euro statt bisher 377,90 erworben werden (bisher: 5200 Schilling). Bekannt wurde nun, dass auch für Müll mehr zu bezahlen sein wird - voraussichtlich ab Februar. Wie viel ist noch unklar.

In der Diskussion um höhere Linientarife sprach sich Häupl gegen eine Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linien nach Niederösterreich aus. Diese Strecke zu bedienen seien eher S-Bahnen geeignet. Bloß die Verknüpfung von Badener Bahn und U6 werde man sich anschauen.

Heute, Mittwoch, wird im Landtag wieder zum Gebührenthema debattiert. Die Opposition warnt seit gut einem Jahr vor Tariferhöhungen bei Öffis, Müll und Bädern. (aw/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.1.2002)

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