Blitze lieben das Himalaya-Gebirge und meiden Ozeane

29. Jänner 2002, 18:27
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Satelliten beobachteten die weltweite Gewitterhäufigkeit

Huntsville - Auf der Erde blitzt es höchst unterschiedlich. Blitze meiden die Ozeane, lieben aber das Himalaya-Gebirge und den amerikanischen Sonnenstaat Florida. Am Süd- und Nordpol wartet man so gut wie vergebens darauf, dass es blitzt. Am meisten Blitze zucken über den Himmel von Zentralafrika. Dies sind einige der Erkenntnisse, die Wissenschafter der US-Raumfahrtbehörde NASA durch zwei satellitengestützte Detektoren gewannen, teilte die Organisation am Montag in Huntsville (Bundesstaat Alabama) mit.

Blitze entstehen, wenn unterschiedliche Luftmassen aufeinander stoßen und in den Wolken für Spannung sorgen. In Florida sind es Seewinde von der West- und Ostküste. Im Himalaya treffen Luftmassen vom Indischen Ozean im Gebirge turbulent aufeinander. In Zentralafrika gibt es nach den Ermittlungen der Forscher das ganze Jahr über Gewitter. Gründe sind unter anderem Luftströmungen vom Atlantischen Ozean, verstärkt durch Gebirge.

Die Satelliten haben auch die jahreszeitliche Gewitterhäufigkeit beobachtet. Auf der Nordhalbkugel ereignen sich demnach die meisten Blitze während der Sommermonate. In Äquatornähe blitzt es dagegen vor allem im Frühling und Herbst. Insgesamt wird die Blitzhäufigkeit den Forschern zufolge nicht stark durch menschliche Aktivitäten beeinflusst. Sie widersprechen damit Spekulationen, denen zufolge Gebäude und Funkmasten mehr Blitze vom Himmel zucken lassen. Nach Auskunft der Forschern bahnen sich Blitze in der Regel ihren eigenen Weg. (APA/dpa)

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NASA

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