1.200 El-Kaida-Kämpfer formieren sich angeblich im Osten Afghanistans

29. Jänner 2002, 16:22
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US-Anti-Terrorbeauftragter Taylor warnt vor neuen Anschlägen

Kabul - Bis zu 1.200 Kämpfer des mutmaßlichen Terrornetzwerks El Kaida haben sich nach Angaben eines afghanischen Kommandeurs im Osten Afghanistans neu formiert. Die Kämpfer versammelten sich in den Bergen nahe des Dorfes Surmat, sagte der neue Gouverneur der Provinz Paktia und einflussreiche Kommandeur der örtlichen Mudschahedin, Padscha Chan, am Dienstag in Tumoni. Der US-Anti-Terror-Beauftragte Francis Taylor warnte unterdessen, die Organisation könne jederzeit neue Anschläge verüben.

Chan mobilisiert nach eigenen Angaben rund 6.000 Soldaten, um einen Angriff auf Surmat zu führen. "Wir sind nicht sicher, wie viele es sind und wo sie sich genau sammeln", sagte er in seinem Hauptquartier 30 Kilometer westlich der Stadt Gardes. Sobald er mehr Informationen habe, werde er sie den US-Truppen zur Verfügung stellen. Die USA könnten dann entscheiden, ob sie Surmat bombardieren wollten.

Taylor sagte, es sei eine Tatsache, dass das Terrornetzwerk El Kaida in "mehr als 50 Ländern weltweit operierte, und immer noch Kontaktleute hat." Der afghanische Interims-Regierungschef Hamid Karsai hatte am Montag in den USA angekündigt, den Kampf gegen den Terrorismus "bis zum absoluten Ende führen zu wollen." (APA)

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