FP-NÖ fordert Verkehrsgipfel

29. Jänner 2002, 16:27
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... mit Forstinger - Kritik an "kurzsichtige Verkehrspolitik" Rieders - Wien "müsse auf Pendlerinteressen Rücksicht nehmen"

Einen Verkehrsgipfel der Bundesländer Niederösterreich und Wien mit Infrastrukturministerin Monika Forstinger (F) zum Thema U-Bahn-Verlängerung forderte die freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag, LAbg. Barbara Rosenkranz am Dienstag. Nach den jüngsten positiven Signalen aus der Verkehrsplanung des Landes könnte das von der FP-NÖ seit rund zehn Jahren geforderte Projekt "Wiener U-Bahn über die Stadtgrenze" schon bald in die Startphase gehen, so die FP-Politikerin.

"Wiener Schildbürgerstreiche"

Es müsse endlich Schluss mit den "Wiener Schildbürgerstreichen" sein, dass U-Bahnlinien noch vor der Stadtgrenze im dichtverbauten Stadtgebiet "verenden", kritisierte die freiheitliche Klubchefin. Eine Studie der Arbeiterkammer NÖ habe zudem festgestellt, dass der Pendleranteil bei entsprechend attraktiven Angeboten des öffentlichen Verkehrs bei 50 Prozent liege.

"Extrem kurzsichtige Verkehrspolitik"

Rosenkranz warf der Wiener Stadtregierung - im Besonderen dem Büro des Finanzstadtrates Sepp Rieder (S) - eine "extrem kurzsichtige Verkehrspolitik" vor. Sie verwies darauf, dass die Republik Österreich die Hälfte des U-Bahnausbaues finanziere. Wien habe auch die Pflicht, auf Pendlerinteressen Rücksicht zu nehmen.

"Heute benützen mehr als 200.000 Kraftfahrzeuge - davon 20.000 Lkw - die A2 im Nahbereich Wiens, 1996 waren es lediglich 66.000!", stellt die Landtagsabgeordnete zur Entwicklung der Verkehrssituation fest. "Chaotische Zustände" würden aber auch an der Wiener Nord- und Westeinfahrt herrschen. Der FP-Landtagsklub werde daher Ministerin Forstinger eine Resolution zukommen lassen, damit Planungen für das Projekt "U-Verlängerung" noch in diesem Jahr eingeleitet werden können. Ein weiterer Antrag sei für den Landtag vorgesehen, so Rosenkranz. (APA)

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