Mehr Frauen für Burgenlands ÖVP

29. Jänner 2002, 14:45
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Drei neue Kandidatinnen für die kommenden Kommunalwahlen

Eisenstadt - Bei den BürgermeisterInnen- und Gemeinderatswahlen am 6. Oktober 2002 will Burgenlands ÖVP verstärkt auf die Frauen setzen: LHStv. Franz Steindl (V) präsentierte am Dienstag in Eisenstadt Spitzenkandidatinnen der Volkspartei: Mit Andrea Fraunschiel hat die Landeshauptstadt seit kurzem zum ersten Mal eine Vizebürgermeisterin. In Oberpullendorf geht Anneliese Schmucker ins Rennen um den Sessel des Ortschefs, in Schattendorf bewirbt sich Josefa Trimmel um das Bürgermeisteramt.

150 ÖVP-Frauen im Burgenland

Derzeit sind für die ÖVP im Burgenland rund 150 Frauen in Gemeinderäten aktiv. "Ich wünsche mir als Parteiobmann eine Verdoppelung", so Steindl. In der Festlegung von Quoten sehe er "keinen Sinn": "Es gibt sehr viele Frauen, die sich bereit erklären, in der Kommunalpolitik mitzuarbeiten." Die ÖVP habe die Nominierungen ihrer KandidatInnen für den Wahlgang im Oktober fast abgeschlossen: in 17 Gemeinden gebe es noch Überlegungen, "ansonsten sind wir im Zeitplan."

Andrea Fraunschiel

In der Landeshauptstadt ist Andrea Fraunschiel seit dem 15. Jänner erste Vizebürgermeisterin. Zu ihren Aufgaben gehören die Bereiche Schule, Jugend und Sport. Herausforderungen für Eisenstadt sieht die Anglistin und Historikerin, die als Trainerin in der Erwachsenenbildung tätig ist "darin, dass wir die Chancen des neuen Wirtschafts- und Kulturraumes nutzen."

Anneliese Schmucker

Mit Anneliese Schmucker kandidiert in Oberpullendorf erstmals eine Frau für das Amt des Bürgermeisters. Seit 1992 ist die 55-jährige Schneidermeisterin Vizebürgermeisterin: "Mein Ziel ist es, Oberpullendorf als Wirtschaftsstandort zu erhalten und auszubauen". Zu ihren Anliegen zählen auch die Osterweiterung sowie die Bereiche Kultur- und Weiterbildung. Überzeugt ist Schmucker von den Qualitäten weiblicher Politik: "Wir Frauen bringen etwas mehr Herz hinein."

Josefa Trimmel

In Schattendorf bewirbt sich für die ÖVP Josefa Trimmel um den Sessel des Ortschefs. Die pensionierte Kauffrau setzt ebenfalls auf die EU-Erweiterung und verweist auf die kurze Distanz zum benachbarten Sopron, mit dem die Gemeinde einst in enger Verbindung stand. Deshalb wolle sie sich für einen Ausbau der nachbarschaftlichen Kontakte einsetzen. Trimmel ist seit 1992 im Gemeinderat und seit 1997 im Gemeindevorstand. (APA)

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