Beschwerdeflut wegen Preiserhöhungen in Deutschland

29. Jänner 2002, 14:27
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Besonders Bäcker, Gastwirte sowie Pizza-Lieferanten und Gemüsehändler haben Preise erhöht

Düsseldorf - Die Empörung der deutschen Verbraucher über deutliche Preiserhöhungen nach Einführung des Euro wächst. Täglich erreichten mehr als hundert Beschwerden die Euro-Abteilung der NRW- Verbraucherzentrale, bestätigte Sprecher Theo Wolsing am Dienstag einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). Bisher seien mehr als 2500 Beschwerden bei den Verbraucherschützern eingegangen.

"Allein 500 Hinweise hatten wir in den ersten vier Tagen seit dem Jahreswechsel", so Wolsing. Besonders Bäcker, Gastwirte sowie Pizza-Lieferanten und Gemüsehändler hätten nach Einführung der neuen Währung stark an der Preisschraube gedreht.

"Immer die gleichen Ausreden"

"Doch wenn die Händler darauf angesprochen werden, haben sie fast immer die gleichen Ausreden parat", meinte Wolsing. Gestiegene Rohstoffpreise sowie höhere Lohnkosten würden die Unternehmen meist als Grund für die Verteuerung angeben. Und die Gemüsehändler würden ihre hohen Preise gerne mit dem Wintereinbruch in Süd-Europa rechtfertigen. "Aber ich will nicht ausschließen, dass einige Händler diese Tatsache nur zum Anlass nehmen, um auf die Waren noch ein paar Cent mehr draufzulegen", sagte der Verbraucherschutzexperte.

Die genauen Zahlen, welche Unternehmen wie stark die Preise erhöht haben, gebe es noch nicht. "Erst am Donnerstag liegen uns die Januarwerte vor, dann haben wir eine Vergleichsmöglichkeit", sagte eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Statistik am Dienstag.(APA/dpa)

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